img 0498Noch 24 Tage kalte Temperaturen, Schnee oder Nieselwetter. Das werden wir in Panama wahrlich nicht vermissen. Doch auch trotz des kalten Wetters und des ersten Schnees in Trier haben sich fast alle TeilnehmerInnen zum letzten Vorbereitungstreffen in Trier getroffen.

Freitagabend trudelten die Ersten auch schon ein und wurden mit einem Stück Pizza begrüßt. Der Abend startete dann mit ein paar letzten wichtigen Reiseinformationen. Bustransfer, Vouchersystem und Geld umtauschen. Danach gab's ein bisschen Zeit in unserer FRAT-Gruppe. Das ist eine Gruppe von ungefähr 15-17 Leuten, die den Weltjugendtag, auch aus organisatorischer Sicht, zusammen bestreiten. Hier wurden auch unsere WJT-Artikel verteilt. Hüte, T-Shirts, Buttons und Pilgerbücher.

Unser erster Abendimpuls startete sehr spät und dauerte lange. Von 22:30 Uhr bis 00:30 Uhr sind wir durch die Liebfrauenbasilika und den Dom gewandert. Dabei haben wir das Thema Maria, was eben in der Vorweihnachtszeit aber auch im WJT eine wichtige Rolle spielt, behandelt. Wie lebte Maria, wer war sie und wie ging sie mit der Berufung durch den Engel Gabriel um? Was bedeutet das für unser Leben? Wo finde ich meinen Platz, wer bin ich und mit wem feiere ich mein Leben? Fragen, die jeden irgendwie irgendwann beschäftigen, da ist es klar, dass da auch keine zwei Stunden reichen. Der Abend oder besser gesagt die Nacht klang anschließend im Gewölbe des Doms über Trier mit einem Glas Prosecco oder Traubensaft aus. Doch allzu lange ging es nicht mehr, wir waren alle sehr müde von diesem anstrengenden aber sehr schönen Tag. Gespannt auf Samstag ging's dann ins Bett.

Das Aufstehen fiel nicht jedem so leicht. Doch nach einer ersten Stärkung kam dann die Motivation für den Tag. Dieser begann mit einem Impuls rund um die WJT-Hymne und den Glauben, der uns dort alle versammelt. Gesanglich klappte das aber noch nicht so. Die Hymne ist wirklich für uns, was den Rhythmus anbelangt, schwierig. Umso besser, dass einige diese im anschließend stattfindenen Workshop üben konnten. Auch wurden Weihnachtslieder geprobt, aber dazu später. Gleichzeitig konnten die Teilnehmer einen passenden Tanz zur Hymne lernen, einen eigenen Rosenkranz knüpfen, etwas zum interkulturellen Umgang lernen und die Kultur der Kunas kennenlernen. Zum zuletzt genannten Workshop waren ein Junge und eine weise Frau aus dem gleichnamigen Volk aus Panama zu uns gereist.

Mittagspause: Ob auf dem Zimmer, im Speisesaal oder draußen. Letztendlich haben sich alle auf dem Weihnachtsmarkt zusammengefunden. Und das nicht ohne Grund: Zusammen mit dem Chor- und dem Tanzworkshop sammelten wir Geld ein für die Weihnachtsaktion von adveniat, die Menschen in Südamerika unterstützt. Die Hymne klappte dann schon wesentlich besser als morgens und die Weihnachtslieder hallten dank unserer Chorleiterin auch über den Glühweinstand hinaus. Der Tanz zur Hymne öffnete dann dem ein oder anderen Besucher das Portemonnaie und in den Panama-Hut geht wirklich viel rein :) Der Weihbischof hat schließlich noch ein Mal 100 € drauf gelegt. Vielen Dank! Auf in die zweite Runde der Workshops!

Auch nachmittags fand das interkulturelle Lernen statt: Wie begrüßt man sich in Panama oder in anderen Regionen der Welt? Hier war nicht nur Händeschütteln angesagt. Wer noch ein wenig Angst vor kleinen oder großen Tierchen in Panama hatte, konnte im Flora und Fauna Workshop noch so einiges lernen, wie schön und vielfältig doch die Tier- und Pflanzenwelt dieses kleinen Landes ist. Doch was genauso wichtig ist: Was tun, wenn man keinen mehr fragen kann und "Hunger, Pipi, kalt" zu einem wirklichen Problem wird? Da war man im Survival-Workshop genau richtig. Wie macht man Feuer, was kann ich in der Natur essen und was bietet mir die Natur? Und tatsächlich: mit genügend Armkraft und dem richtigen Rhythmus sprang der Funke dann doch über.

Samstagabend: Das Wochenende neigt sich dem Ende zu, aber das merkt man unserer Stimmung nicht an! Am bunten Abend sollte sich jede FRAT-Gruppe einen kurzen Auftritt überlegen, um sich vorzustellen. Umgedichtete Lieder, Wortspiele und eine Polonaise, die jeden mitreißen. So können wir uns in Panama wirklich sehen lassen! Bis halb eins wurde noch getanzt und geredet. Für einige ging's dann noch länger und diese konnten den ersten Schnee für Trier im Advent sehen. Kaum zu glauben, dass man in weniger als einem Monat in der Sonne sitzt.

img 0361In ein paar müde Gesichter schaute man beim Frühstück. Doch die gepackten Koffer signalisierten noch nicht das Ende unseres Vorbereitungswochenendes. Vormittags hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Tausch- und Gastgeschenke zu basteln. Korkengelchen, Schieferplättchen bemalen, Paracourt-Kreuze knüpfen und Magnete bemalen. Hier war für jeden etwas dabei.

Die Aussendungsmesse am Sonntagvormittag war ein schöner Abschluss für dieses Wochenende. „Teilt das, was ihr habt und setzt euch für Gerechtigkeit ein!“, war die Botschaft des Weihbischofs. Unser Pilgerkreuz war natürlich immer mit dabei und wird auch mit nach Panama reisen. Die Weltjugendtagspilger wurden letztendlich vom Weihbischof und den Pfarrern mit einem Segen ausgesendet. Ein gelungener Abschluss zum Ende dieses Vorbereitungswochenende.

Nun sind es nur noch gut drei Wochen bis zum Abflug, die Vorfreude steigt und nach diesen Tagen noch viel mehr :)


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