Mit Trompete und Geige nach Polen

MusikerAndreas, Angela, Nikhil, Sebastian, Mirko, Tabea (vlnr)Oppeln/Kobern-Gondorf/Friedrichsthal – Die Notenblätter flattern. Ein Saxophon erklingt, eine Geige und zwei Trompeten. Dazu Klaviertöne, Gitarre und Gesang. „Ich lobe meinen Gott“, ertönt es am Neisser Stausee in Polen. Sechs junge Leute haben für die musikalische Begleitung der Pilger aus dem Bistum Trier zum Weltjugendtag nach Polen eine Projektband gegründet. Sie spielen bei Gottesdiensten – wie am See – und geistlichen Impulsen. „Und ich kann mir vorstellen, auch meiner Gastfamilie einmal etwas vorzuspielen“, sagt Tabea Adams (17) aus Mertloch. Rund 150 junge Leute sind mit dem Bistum am 17. Juli nach Polen aufgebrochen. Weitere 250 Pilger kommen ab dem 25. Juli dazu.

Andreas (18, Trompete) und Sebastian (17, Saxophon) Schwunn aus Kobern-Gondorf begleiten in ihrer Heimatpfarrei schon manchmal den einen oder anderes Gottesdienst. Und „Spielen in der Gruppe macht Spaß“, sagt Sebastian. Daher haben die Brüder auch nicht lange überlegt, sich für die Projektband zum Weltjugendtag in Polen zu melden. Angela Pinger (19) aus Polch spielt seit zwölf Jahren Geige. Für sie ist es neu, in einer Gruppe zu spielen. „Aber ich wollte schon immer einmal zum Weltjugendtag“, sagt die Jugendliche. Sie freut sich darauf, dort den Glauben mit anderen jungen Menschen zu teilen. Und dort ihre Geigenfähigkeiten miteinzubringen sei dann auch noch etwas besonders. Mit im Projektchor ist auch Mirko Noga (19) aus Alsbach. Seit elf Jahren ist die Trompete sein Instrument, erklärt er. Dass er sie nun beim Weltjugendtag dabei hat, das sei eine „Spontansache“ gewesen. Seine Freundin machte ihn auf das katholische Großereignis aufmerksam. „Und ich wollte sehen, wie andere Leute Glauben und die Gemeinschaft erfahren.“ Tabea spielt seit neun Jahren Gitarre und singt. Mit ihrer Schwester hat sie auch schon den ein oder anderen Familiengottesdienst oder Firmungen musikalisch begleitet. „Das macht Spaß.“ Zusammengeführt hat die Jugendlichen Nikhil Schmidt (28) aus Friedrichsthal. Für den Weltjugendtag ist der pädagogische Referent der Fachstelle Jugend in Saarbrücken für die musikalische Koordination zuständig. Er suchte nach jungen Leuten, die sich bereit erklärten, mit ihren Instrumenten zum Weltjugendtag zu fahren. Er selbst wollte das Klavier übernehmen. „Und so konnte ich das Angenehme, die Musik, auch noch mit dem Nützlichen verbinden.“

Mit den Noten konnten die jungen Leute schon im Vorab proben – allerdings nicht zusammen. Mit ihren Instrumenten standen sie sich erst in Polen gegenüber, und studierten dann mehrere Stunden die Lieder ein. Es habe schnell harmoniert, erklären die jungen Leute. Und so ist es möglich, dass der Weltjugendtag zwar das erste, aber nicht das letzte Mal sein wird, bei dem die jungen Leute gemeinsam auftreten. „Wir sind Freunde geworden“, sagt Tabea und die anderen stimmen zu. Und Nikhal sagt: „Wir finden sicher einen neuen Auftrittstermin“.

Vom 17. Juli bis 1. August sind die jungen Menschen aus dem Bistum Trier unterwegs in Polen. Sie werden Tage der Begegnung in Gastfamilien in Oppeln erleben, nach Auschwitz reisen und beim eigentlichen Weltjugendtag vom 25. bis 31. Juli in Krakau mit rund zwei Millionen jungen Leuten aus aller Welt ihren Glauben leben – und Gottesdienst mit Papst Franziskus feiern.

Weitere Informationen: www.facebook.com/triergoesweltjugendtag. Hashtag: #wjttrier

Der Weltjugendtag ist ein Erlebnis wert!

Junge Leute aus dem Bistum Trierzum Weltjugendtag in Polen aufgebrochen

 Neisse/Hain/Münstermaifeld – „Selig die Barmherzigen“ tönt es aus dem Lautsprecher des Busses. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen stimmen ein in die Hymne des Weltjugendtages. Rund 150 junge Leute haben sich am Abend des 17. Julis auf den Weg nach Polen gemacht. Eine Woche später kommen nochmal rund 250 junge Leute hinzu, so dass rund 400 aus dem Bistum Trier an der Großveranstaltung in Polen teilnehmen.

„Der Weltjugendtag ist ein Erlebnis wert“, sagt Andreas Schwunn (18) aus Kobern-Gondorf.  Besonders freut sich der Jugendliche auf die Vigilnacht, bei der die rund zwei Millionen jungen Leute aus aller Welt auf freiem Feld übernachten werden, um am nächsten Morgen die Abschlussmesse mit Papst Franziskus zu feiern. Es sei ein „Highlight“,  den Papst, den man sonst nur aus dem Fernsehen kenne, so nahe zu sehen. Und die Atmosphäre werde „völlig unbeschreiblich“. Außerdem habe Andreas „richtig Lust“ auf die polnischen Gastfamilien, bei denen sie bei den Begegnungstagen in Oppeln und beim Weltjugendtag in Krakau leben werden. „Zu sehen, wie die Mentalität der Leute ist, das wird etwas Besonderes.“

Vor zehn Jahren hat die Familie von Michael Keuler (18) aus Hain selbst Pilger zum Weltjugendtag nach Köln aufgenommen. „Seither wollte ich auch einmal dabei sein.“ Und nun habe sich für den Jugendlichen die Gelegenheit ergeben. Wenn zwei Millionen junge Menschen in Krakau zusammenkommen, dann sei das „ein großes Ereignis“. Ebenso aber auch die Begegnung mit den Gastfamilien.

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Grußwort Bischof

Trier/Koblenz/Saarbrücken –  Fast 400 junge Leute aus dem Bistum Trier werden im Juli zum Weltjugendtag nach Krakau in Polen fahren. „Die Glaubenserfahrung untereinander zu teilen, ist eine wirklich gute Erfahrung“, erklärte Bischof Dr. Stephan Ackermann rund einen Monat vor Reisebeginn. „Kirche auf diese Weise zu erleben, ist einfach schön.“ Bischof Ackermann wird die jungen Leute beim Weltjugendtag vom 25. bis 31. Juli begleiten – zusammen mit Weihbischof Jörg Michael Peters, der schon bei einem gemeinsamen Kennenlernen der Gruppe in Neiße und den Tagen der Begegnung in polnischen Gastfamilien in Oppeln ab 18. Juli dabei sein wird. Rund zwei Millionen Pilger aus aller Welt werden zum Weltjugendtag in Polen erwartet. Höhepunkte sind Gottesdienste mit Papst Franziskus. Den Pilgern aus dem Bistum Trier wünscht der Bischof „gute, erfüllte Tage“ mit „vielen Begegnungen“. Der Weltjugendtag solle für sie „eine Bestärkung des Glaubens“ sein

„Ich freue mich sehr darüber, dass so viele junge Leute mit nach Krakau fahren“, sagte der Bischof weiter. Die polnische Geschichte sei nicht ohne Belastungen. Es habe ein „wichtiger Prozess“ der Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden. „Und man spürt auch heute, es ist noch nicht abgeschlossen. Der Versöhnungsprozess muss weitergehen.“ Daher sei es auch ein wichtiges Signal, dass viele junge Menschen nach Polen reisten, mit Interesse und Neugierde an dem Land und den Menschen. Zudem sei Krakau, wo der Heilige Papst Johannes Paul II Erzbischof war, ein besonderer Ort.

„Glaube lebt durch Gemeinschaft“

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Koblenz/Saarbrücken/Trier – 385 Jugendliche und junge Erwachsene fahren mit dem Bistum Trier zum
Weltjugendtag in der polnischen Stadt Krakau. Unter ihnen sind auch 30 brasilianische Gäste aus Maringá, der
Gastgemeinde des letzten Weltjugendtags in Rio de Janeiro. Millionen junger Menschen werden vom 26. bis 31.
Juli in Krakau zusammenkommen, gemeinsam ihren Glauben leben, Konzerte und Events besuchen,
Gottesdienste feiern – und andere junge Leute aus aller Welt kennenlernen. Auch die 20 Gruppen aus dem
Bistum Trier erwartet ein buntes Programm mit Kennenlernen in Neisse, Begegnung in Oppeln, Jugendfestival,
Workshops und Gottesdienst mit dem Papst in Krakau.

Mit dabei sind auch die 19-jährige Jane Krämer aus Pluwig und die 20-jährige Anna Dichter aus Walsdorf. „Ich war schon 2011 in Madrid und weiß, wie schön es sein kann“, sagt Anna. Mit anderen Jugendlichen zusammen bereite es ihr viel mehr Freude ihren Glauben zu leben. Jane ist zum ersten Mal dabei. Sie freut sich und fährt mit, weil sie schon viel vom Weltjugendtag gehört habe. „Ich finde, Glaube lebt man durch Gemeinschaft und Taten“, sagt sie. „Und auf dem Weltjugendtag wird der Glaube gefeiert und spirituell genossen – diese Kombination finde ich sehr interessant.“ Sie sei schon gespannt und aufgeregt, wie das Erlebnis und der Aufenthalt in Polen einen verändern werde.


Mit „Bigos“ die Reisekasse aufbessern

Weltjugendtagspilger NationalgerichtWeltjugendtagspilger bekochen Gemeinde mit polnischem Nationalgericht

Hargesheim – Noch rund vier Monate – dann geht es für viele junge Leute aus dem Bistum Trier zum Weltjugendtag nach Krakau in Polen. Eine besondere Aktion im Vorfeld der Fahrt haben sechs Weltjugendtagspilger aus der Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land am 13. März organisiert: Nach dem Familiengottesdienst luden sie alle Gemeindemitglieder zum polnischen Nationalgericht „Bigos“ in das Pfarrheim von St. Bernhard ein – das sich an diesem Tag in das „Restauracja Polska“ verwandelte. Ziel der Aktion war auch, die Reisekasse der Jugendlichen aufzubessern.

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