Gerolsteiner Pastoralreferent hilft beim Weltjugendtag

+++ 15. August 2011 – David Bruggeman (31) ist während des Weltjugendtages in Spanien/Léon fast ständig auf einer Bühne mit einem Mikrofon in der Hand zu sehen.

Der Gerolsteiner Pastoralreferent David Bruggeman übersetzt und organisiert

„Eigentlich bin ich nur für die 21-köpfige Gruppe aus meinem Dekanat zuständig", sagt Bruggeman lachend, der eine Gruppe aus dem Dekanat Gerolstein-Hillesheim begleitet, wo er als Pastoralreferent arbeitet. In Spanien sieht man das allerdings anders. Die spanischen Gastgeber fragen Bruggeman gerne an, wenn es darum geht, zu übersetzen und zu organisieren.  Spanisch hat Bruggeman während seines Theologie-Studiums in Trier gelernt. Er absolvierte ein Auslandssemester in Granada. Zur Vorbereitung brachte sein Vater, der mehrere Jahre in Kolumbien gelebt hat, ihm in einem sechswöchigen Intensivkurs die Sprache bei. Nach dem Studium arbeitete er außerdem ein Jahr lang in einer Pfarrei im bolivianischen Cochabamba. Da Bruggeman nicht nur die Sprache beherrscht, sondern darüber hinaus auch Theologie studiert hat, kann er Katechesen besonders gut übersetzen. "Durch die Vorfahrt kennen mich die Spanier und wissen, dass ich übersetzen kann. Deshalb werde ich oft angesprochen und diene sozusagen als Mittelperson zwischen den Deutschen und den Spaniern", sagt Bruggeman. Er hofft, dass die Kontakte aus León auch nach den Tagen der Begegnung bestehen bleiben. „Ich bin sicher, dass der Weltjugendtag noch eine Weile nachwirken wird. Und über Facebook ist es heute natürlich auch einfach, in Kontakt zu bleiben". Die Tage sind zwar anstrengend, machen dem Pastoralreferenten aus Gerolstein-Hillesheim aber viel Spaß: „Ich kam nur zufällig zu meiner Aufgabe hier in León. Aber es ist ein tolles Gefühl, auf der Bühne zu stehen und 1.300 Menschen zu sehen, die ihre Gemeinschaft und ihren Glauben feiern", freut sich Bruggeman.  Die Gruppe aus Gerolstein-Hillesheim ist zusammen mit der so genannten Euregio-Gruppe in Spanien. Aus Langres, Luxemburg, Lüttich, Troyes und Trier sind rund 800 Jugendliche in einer gemeinsamen Gruppe auf dem Weltjugendtag, mehr als 500 von ihnen kommen aus dem Bistum Trier. Begleitet werden Jugendlichen aus dem Bistum Trier von Bischof Dr. Stephan Ackermann und Weihbischof Jörg Michael Peters.

Mit dem Rolli nach Madrid

+++ 12. August 2011 – Trotz Behinderung: Markus Igel ist beim Weltjugendtag mit dabei. Nach 26 Stunden Busfahrt ist Rollstuhlfahrer Markus Igel aus Bad-Kreuznach froh, endlich in der Sonne Spaniens angekommen zu sein.

Markus Igel mit Betreuer Edgar Heckel in SpanienEr verbringt die Tage der Begegnung mit der Euregio-Gruppe in León, bevor es nächste Woche weiter zum Weltjugendtag nach Madrid geht. Er hat bereits Weltjugendtagserfahrung: Schließlich war der junge Mann schon 2008 in Sydney dabei. Für ihn stand direkt fest, dass er auch in Spanien mit dabei sein wollte. „Ich finde es toll, so viele Jugendliche zu treffen, mit denen ich über Glauben sprechen und mit denen ich verschiedene Glaubenserfahrungen austauschen kann", sagt der 24-Jährige. Besonders die Atmosphäre sei bei Weltjugendtagen etwas ganz Besonderes. Er freut sich, dass das Bistum Trier alles organisiert hat, damit er dabei sein kann. Zur Unterstützung begleitet ihn Edgar Heckel. Das 43-jährige Malteser-Mitglied hat schon bei mehreren Rom-Wallfahrten Menschen mit Behinderung betreut. „Als ich gehört hab, dass das Bistum Trier noch Begleitpersonen sucht, habe ich mich sofort gemeldet", sagt der Mann aus Wittlich.  Die Fahrt fand Markus Igel nicht so anstrengend. Trotzdem ist er froh, es jetzt endlich geschafft zu haben. In León wird er in einer barrierefreien Unterkunft schlafen. Ob das bei einer Gastfamilie oder einer Pension ist, weiß er noch nicht genau. Aber er ist zuversichtlich, dass alles gut klappt. „So ist das eben beim Weltjugendtag“, sagt der 24-Jährige grinsend.  Auch das Matratzenlager in der Universität in Madrid, wo er während dem Weltjugendtagsprogramm schlafen wird, bereitet ihm keine Sorgen. „Da muss man sich eben drauf einlassen. Es war doch schon bei der Anmeldung klar, dass es manchmal abenteuerlich werden wird".Markus Igel gehört zur Euregio-Gruppe die mit insgesamt 800 jungen Menschen aus dem Bistum Trier, aus Troyes, Lüttich, Luxemburg  und Langres zum Weltjugendtag fährt. Begleitet wird die Trierer Gruppe von Bischof Dr. Stephan Ackermann und Weihbischof Jörg Michael Peters.

Es gibt nur eine Jugend

+++ 12. August 2011 – Über 500 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Bistum Trier sind am 11. August in León in Spanien angekommen. Dort verbringen sie die Tage der Begegnung, an die sich der Weltjugendtag in Madrid anschließen wird.

Die Euregio-Gruppe bei ihrer Ankunft in LéonNach 1.600 Kilometern und 26 Stunden Busfahrt war endlich das Ortsschild von León in Sicht. Daniel Kammer aus Neunkirchen fand die Fahrt ganz in Ordnung: „Es war zwar lang, weil wir auch viele Pausen gemacht haben, aber insgesamt gut. Hier in León ist es schön warm und die Stadt gefällt mir gut“, sagt der 18-Jährige. Hannah Hilden aus Bitburg fand die Fahrt zwar anstrengend, aber auch interessant: „Schon im Bus habe ich viele Leute kennen gelernt. In unserem Bus war auch eine polnische Gruppe, da gab es gleich interkulturellen Austausch“, sagt die 23-Jährige.

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Unterwegs nach Spanien Jugendliche aus dem Bistum Trier reisen zum Weltjugendtag

+++ 11. August 2011 – Mehr als 500 Jugendliche aus dem ganzen Bistum Trier haben sich mit Bussen und Flugzeugen am 10. und 11. August aus allen Teilen des Bistums auf dem Weg nach Spanien zum Weltjugendtag.

Jugendliche aus dem Bistum Trierer beim Aufbruch am Trierer BahnhofGemeinsam mit weiteren 300 Teilnehmern aus den Diözesen Luxemburg, Lüttich, Troyes und Langres pilgern sie als „Euregio-Gruppe" zunächst zu den „Tagen der Begegnung“ nach Léon. In der knapp 350 Kilometer nördlich Madrids gelegenen Stadt sind die jungen Wallfahrer in Familien untergebracht und haben so zunächst Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen, bevor sie am Montag, 15. August nach Madrid weiterreisen, wo der eigentliche Weltjugendtag stattfindet.

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Zwei Koblenzerinnen in Spanien

+++ 15. Juli 2011 – Freiwillige bereiten in Leon und Madrid Weltjugendtag für Trierer Gruppe vor. Seit Mai wohnen Hannah Kilian und Katharina Kohl in León. In dieser spanischen Stadt wird während des Weltjugendtages die „Euregio“-Gruppe die „Tage der Begegnung“ verbringen.

Freiwillige Weltjugendtagshelferinnen aus dem Bistum Trier: Katharina Kohl (li.) und Hannah Kilian vor der Kathedrale in Salamanca

Rund 850 junge Menschen aus den Bistümern Trier, Lüttich, Luxemburg, Metz, Troyes und Verdun fahren mit. Da muss viel geplant werden: Wer schläft wo? Was kann man unternehmen? Welche Wege können auch mit einem Rollstuhl befahren werden? Um solche Dinge zu planen sind die beiden Freiwilligen für das Bistum Trier in Spanien unterwegs. Die 19-jährige Hannah hat im März ihr Abitur gemacht. Weil sie von den Tagen der Begegnung in Trier anlässlich des Weltjugendtages in Köln 2005 so begeistert war, entschloss sie sich, als Freiwillige bei der Vorbereitung des jetzigen Events zu helfen. „Die Atmosphäre damals war ganz besonders. Vor allem die Begegnung mit Jugendlichen aus der ganzen Welt fand ich super", sagt die Koblenzerin.

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