Kirche hat Zukunft

Jugendliche aus dem Bistum begeistert vom Weltjugendtag

+++ Rund 450 Pilger aus dem Bistum Trier und der Euregio haben auf dem Randwick Racecourse in Sydney den großen Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages mit Papst Benedikt XVI. gefeiert. Der Gottesdienst war Höhe- und Schlusspunkt der dreiwöchigen Pilgerreise.

Angefangen hat der Australien-Trip für die jungen Christen auf der „Challenge Ranch“ mitten im australischen Busch. In diesem Erlebnis- und Begegnunszentrum der australischen Diözese Broken Bay haben sich alle Pilger aus dem Bistum Trier und der angrenzenden Euregio getroffen, um erst mal Land und Leute, die Natur des Kontinents und die Jugendlichen aus den anderen Gruppen kennen zu lernen. „Gleichaltrige kennenlernen, zusammen Zeit zu verbringen und zu feiern. Die Gemeinschaft ist bombastisch“, schwärmt Daniel Jaax aus Adenau. Leute aus aller Welt habe er kennengelernt, erzählt der 20-Jährige. Beeindruckt haben die Weltjugendtagspilger auch die „Tage der Begegnung“. Eine knappe Woche verbrachten die Trierer, Luxemburger und Lütticher in Familien aus Pfarreien des Bistums Broken Bay entlang der so genannten Central Coast nördlich von Sydney. Die Gastfreundschaft der Australier wird für viele unvergesslich bleiben.

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Ein ganz besonderes Erlebnis hatte die Saarbrücker Weltjugendtags-Freiwillige Susanne Kiefer. Sie war bei der Einfahrt des Papstes in den Hafen von Sydney am 17. Juli mit dabei. Bei der so genannten „Boat-a-cade“ wurde Papst Benedikt XVI. bei seinem Weg auf dem Schiff zum Barangaroo-Gelände in Sydney von rund 100.000 Weltjugendtagspilgern begeistert empfangen.

Begleitet wurde das Schiff des Papstes von zehn weiteren Schiffen, auf denen Ehrengäste und Medienvertreter mitfahren dürfen. Diese Flotte bildete ein Ehrenspalier für das päpstliche Schiff, die „Sydney 2000“. Mit dabei auf einem der Boote war Susanne Kiefer, die als Trierer Freiwillige die Diözese Broken Bay bei der Aufnahme der fast 2000 internationalen Gäste unterstützt hat. „Ich freue mich, dass ich gleich zwei Bistümer bei der Boat-a-cade vertreten darf“, erklärte Susanne Kiefer. Eingeladen zu der „Boat-a-cade“ wurde die 23-jährige Saarbrücker Studentin vom Bistum Broken Bay. „Damit wollen wir uns für das Engagement unserer Freiwilligen bedanken“, erklärte Penny Elsley, Weltjugendtags-Koordinatorin der australischen Diözese. „Ich bin die einzige Saarländerin, die dabei ist“, weiß Susanne mit Stolz auf ihr kleines Heimatbundesland im großen Australien.

Die letzte Nacht verbrachten die Euregio Pilger nach einem Pilgermarsch, unter anderem über die Harbour Bridge, auf dem Randwick Racecourse. Die Jugendlichen waren begeistert von der Vigilfeier mit Hunderttausenden von Kerzen, der Übernachtung im Schlafsack unter freiem Himmel und dem großen Abschlussgottesdienst mit dem Papst. „Das ist einmalig“, schwärmte Eva Kern aus Großmaischeid. Auch die anderen Veranstaltungen des Weltjugendtages und im Vorfeld fand die 20-Jährige „beeindruckend“. Auch Daniel Brendel aus Lebach ist „begeistert“. Vor allem das „Gefühl der Gemeinschaft“ und die spirituellen Erfahrungen während des Jugendtreffens fand er „faszinierend“. „Fantastisch ist auch die Gastfreundschaft der Australier“, lobte Stefanie Geyer aus Adenau die „Aussis“. „Ich liebe die Leute hier total“, zeigte sie sich überwältigt von der Herzlichkeit. Stefan Thiel aus Trier hat vor allem beeindruckt, dass er „ganz viele Leute aus verschiedenen Ländern kennen gelernt“ und mit ihnen gemeinsam Kirche und seinen Glauben erlebt habe. „Ich fahre mit einem gestärkten Geist zurück nach Deutschland“, betonte der 21-Jährige.

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Die Organisatoren zogen ein positives Fazit der Pilgerreise ans andere Ende der Welt. „Es ist eine einmalige Erfahrung, mit so vielen Jugendlichen eine solche Reise gemacht zu haben“, sagte Christian Heckmann, Leiter der Jugendpastoral im Bistum Trier und verantwortlich für die Reise. „Die Jugendlichen haben sich auf diese Pilgerfahrt eingelassen, die weit über eine Urlaubsreise hinausgeht. Im Mittelpunkt stand ein tiefes Einlassen auf die Kultur des Landes und das gemeinsame Feiern des Glaubens.“ Caroline Henz aus Beckingen war von dem Glaubenszeugnis der Vielen bewegt: „Hier kann man erfahren, dass die Kirche lebendig ist und Zukunft hat!“ Christian Heckmann ist sich sicher, dass die Weltjugendtagspilger „reiche kulturelle und spirituelle Erfahrungen“ von Down Under mit nach Hause nehmen. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, der die Pilgergruppe begleitete, lobte die Australier: „Wir erfahren hier eine Gastfreundschaft, die überwältigend ist.“ Er freue sich richtig für die Jugendlichen, dass sie so gut aufgehoben seien. „Dieses Treffen mit jungen Menschen aus 170 Nationen ist ein Ereignis, das einfach nur Freude macht“, betonte der Weihbischof. Es sei beeindruckend, wie offen die Jugendlichen über ihren Glauben und ihr Leben sprächen. Dies habe er vor allem bei den drei Katechesen mit den 450 Belgiern, Luxemburgern, Franzosen und Deutschen in Waitara erlebt. „Der Weltjugendtag ist eine gute Gelegenheit, über Themen zu sprechen, die im Alltag oft unter den Tisch fallen“, resümierte der Weihbischof.

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