Wir sind gemeinsam unterwegs

13. bis 15. November 2009 +++ Rund 120 Jugendliche stimmen sich gemeinsam mit Weihbischof Jörg Michael Peters auf den Weltjugendtag ein

 

+++ Es muss der Kyllburger Bevölkerung wohl etwas spanisch vorgekommen sein, was sie vom Kyllburger Stiftsberg an dem Wochenende 13. bis 15. November vernommen haben. Hier wurden Tapas und Paella gegessen, Flamenco getanzt und spanische Lieder gesungen. Außerdem gab es viele Informationen über Spanien und Madrid. Denn an diesem Wochenende bereiteten sich 120 Jugendliche aus dem Bistum Trier, aus Luxemburg und Belgien auf den Weltjugendtag 2011, der in Madrid stattfi ndet, vor. Zahlreiche junge Frauen und Männer kannten sich bereits, hatten sie doch am Weltjugendtag 2008 im australischen Sydney teilgenommen. Aber auch viele „Neulinge“ fanden sich in Kyllburg ein, um diesen Aufbruch mitzuerleben. Neben den spanischen Eindrücken kamen der Glaube und die Gemeinschaft natürlich auch nicht zu kurz.

 

Der Freitag stand ganz im Zeichen eines Taizé-Gebets in der Kyllburger Stiftskirche. Hier konnte man sich auf die kommenden beiden Tage in andächtiger Stille, Ruhe und mit tollen Taizé-Liedern vorbereiten und sich fragen, was man von dem Wochenende in Kyllburg erwartet und was man sich selbst für Ziele steckt. Am Samstag startete der Tag nach dem Frühstück mit einer Katechese mit unserem Weihbischof Jörg Michael Peters, den viele Jugendliche bereits vom Weltjugendtag in 2008 Sydney kannten. Die Katechese in der Stiftskirche stand unter dem Motto „Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt“. Aufgrund des Mottos bildeten sich verschiedene Kleingruppen, die in Fragen- und Diskussionsrunden endete. Zuvor wurde in der Kirche symbolisch eine Mauer der Ängste und Fragen aufgebaut. Dort wurden die Probleme und Ängste der Jugendlichen dargestellt. Dies könnten sein: Einsamkeit und Liebeskummer, Prüfungen und die Sorge, keinen Arbeitsplatz zu finden, Schulwechsel und Streit mit Eltern oder Freunden. Bezogen auf diese Probleme wurde dann das Thema Hoffnung behandelt. Hier wurde deutlich, was Hoffnung für die Jugendlichen bedeutet und was sie bewirkt. Die jungen Menschen hatten sichtlich Spaß während dieser Katechese und der positive Nebeneffekt war, dass man viele neue Bekanntschaften in den Kleingruppen gemacht hat. Gegen Mittag bedankte sich Weihbischof Jörg Peters sehr herzlich für die „reichen und wichtigen Gedanken“ der jungen Menschen. Seine Ergebnisse beim Suchen im Internet nach der Bedeutung des Begriffs Hoffnung hätten sehr schnell zum Hinweis „christlich“ geführt. Die größte Hoffnung der Christen sei es doch, dass der lebendige Gott uns Menschen hilft auf unserem Weg über die letzte, die schwarze Mauer des Todes. Dass es diese Hoffnung gibt, beweise der „treue Zeuge Gottes: Jesus“. Es gelte ihn kennen zu lernen, zu ihm zu beten, ihm im Leben zu folgen und ihn durch das eigene Leben lebendig werden zu lassen. Als Zeichen dafür, dass sie selber Hoffnungsträger sein wollen, ließen die Jugendlichen Luftballons mit Botschaften steigen. Sie sollen Menschen, die sie finden, ein Zeugnis geben vom Glauben und der Hoffnung der begeisterten, engagierten und in Vorfreude auf den Weltjugendtag verbundenen Jugendlichen. Zum Abschluss der Katechese feierte die Gruppe zusammen mit dem Weihbischof und Diözesanjugendpfarrer Gottesdienst.

Im Anschluss an die Katechese folgte ein Nachmittag der Unterhaltung. Es wurden erneut einige Kleingruppen gebildet und diese Gruppen durften gemeinsam einige lustige Aufgaben erfüllen. So mussten sie z.B. einen Werbespot selbst gestalten und dort für den Weltjugendtag 2011 in Madrid werben. An einer anderen Station durften sie sich einen RAP-Song ausdenken, der sich ebenfalls mit dem Thema Weltjungendtag befasst. Am Abend folgte dann eine Überraschung des Organisationsteams für die Pilger. Eine echte Spanisch-Flamenco-Tanzlehrerin brachte den rund 50 Interessierten die ersten Grundschritte dieses spanischen Tanzes bei. Diejenigen, die nicht tanzen wollten oder konnten, schauten der Gruppe gespannt zu oder nutzen das Alternativprogramm und bereiteten köstliche spanische Gerichte für alle vor. Nachdem der Tanzkurs beendet war, und die leckeren Tapas aufgegessen waren, wurden die Ergebnisse des Unterhaltungsnachmittags präsentiert. Die besten Werbespots und die besten RAPs wurden vor der gesamten „Pilgerschaft“ vorgetragen und alle Beteiligten hatten viel Spaß. Anschließend wurden alle Videomitschnitte des Nachmittags auf einer Leinwand gezeigt. Der Abend klang dann mit einer kleinen Weltjugendtagsdisco aus.

Am nächsten Morgen feierten die Pilger mit der Kyllburger Gemeinde gemeinsam den Gottesdienst, welchen die Jugendlichen wesentlich mitgestalteten. Nach dem anschließenden Mittagessen machten die Jugendlichen sich wieder auf ihren Heimweg. Die Heimreise dürfte unterschiedlich lange gedauert haben, wenn man bedenkt, dass Jugendliche vom näheren Umland dabei waren und eine Teilnehmerin sogar extra aus Hamburg anreiste.

Alles in Allem hat das Wochenende in Kyllburg den Geist des Weltjugendtages wieder aufl eben lassen, wenn er überhaupt je verblasst war?

MICHAEL KASEL