Abenteuer Gastfamilie - Weltjugendtagspilger erleben spanische Herzlichkeit in Léon

Mehr als 400 Jugendliche aus dem Bistum Trier haben vom 11. bis 15. August die Tage der Begegnung im Rahmen des Weltjugendtages in Gastfamilien im spanischen León verbracht. Gastfamilien und Pilger aus dem Bistum Trier, Luxemburg und KolumbienChristian Leidner (26) aus Püttlingen berichtet von seiner ersten Nacht in der Gastfamilie: „Nach einer spannenden Aufteilung in die Familien sind wir gestern Abend sehr nett begrüßt worden. Weil wir sehr müde waren, gingen wir dann aber schnell ins Bett“, erzählt Leidner. Auch Marco Finé (19) aus Hemmersdorf hat positive Erfahrungen gemacht: „Die Aufnahme war sehr herzlich. Wir wurden in der Gemeinde mit Applaus empfangen. Es war richtig schön“, sagt Finé.

Der 15-Jährige Tobias Gmeiner ist ebenfalls von der Freundlichkeit begeistert: „Wir wurden sofort gefragt, ob wir irgendwas brauchen oder Wäsche waschen wollen. Heute Morgen gab es ein sehr großes Frühstück mit Cornflakes und allem, was man wollte“, sagt der Jugendliche aus  Bad Kreuznach. Und Anna Wild (18) aus Jünkerath fasst zusammen: „Wir wurden mit Jubel empfangen und die Gasteltern kamen direkt auf uns zu. Es war einfach nur herzlich.“ Die Gastfamilie von Bastian Kertel (28) aus Trier, hat sogar extra ihre Stadtwohnung frei gemacht, um dort drei Leute aus dem Bistum Trier unterzubringen. Um sich für so viel Gastfreundschaft zu bedanken, führten die Jugendlichen der Euregio-Gruppe beim „Festival der Traditionen“ einen Tanz auf. Hannah Schaffrath aus Trier durfte die deutsche Fahne tragen: „Ich finde es toll, dass diese fünf Länder in der Euregio repräsentiert sind“, sagt die 17-jährige Schülerin. Der 20-Jährige Arthur Jamar aus Liège ist nach der Aufführung noch ganz euphorisch: „Wir fünf Regionen gehören einfach zusammen!“ Neben den Gästen präsentierten sich auch die Leónesen in traditionellen Kostümen. Zusammen mit den Gastgebern aus Spaniern und den Bischöfen aus Troyes und Chartres feierte auch der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters am späten Abend des 12. August die Heilige Messe. Zu Beginn wurde gemeinsam ein Baum eingepflanzt, der für die Hoffnung auf Gottes Hilfe stehen soll. Jede Gruppe, die zu den Tagen der Begegnung im Vorfeld des Weltjugendtages in León zu Gast ist, war aufgefordert, eine Tüte Erde aus dem Heimatland mitzubringen. Ein Vertreter jedes Landes trug auf seiner Muttersprache einen kurzen Text vor, in dem er Missstände im eigenen Land zur Sprache bringen sollte. Mit der mitgebrachten Erde wurde der Baum dann eingepflanzt. Für die deutsche Gruppe gab Sonja Lindlohr (17) aus Remagen die Erde aus dem Bistum Trier über die Wurzeln des Baumes. Sie bat darum, dass Menschen in Deutschland Beruf und Geld nicht über Freunde und Familie stellen sollten und die Jugendlichen die Herzlichkeit der Spanier mit nach Deutschland nehmen sollten. Weihbischof Peters begann seine Predigt mit dem Bild des Mondes, der die Besonderheit habe, dass sein Licht uns erreiche, wenn wir von dunkler Nacht umgeben seien. „Wie der Mond sich verändere, so verändert sich auch unsere Beziehung zu und unser Glaube an Gott. Doch wie der Mond, sei er immer da. Peters erinnerte an den Auftrag jedes Einzelnen, das von Jesu geschenkte Licht an die weiterzugeben, die es brauchen. So könne jeder Einzelne zum Vermittler von Gottes froher Botschaft werden. Am Montag, 15. August, enden die Tage der Begegnung in Léon. Dann fahren die 800-Jugendlichen der Euregio-Gruppe, unter ihnen mehr als 500 junge Leute aus allen Teilen des Bistums Trier, weiter nach Madrid, wo bis zum 21. August der eigentliche Weltjugendtag stattfindet. Die Trierer Gruppe wird dabei von Bischof Dr. Stephan Ackermann und Weihbischof Jörg Michael Peters begleitet