Zeugnis vom Glauben der Jugendlichen

+++ 20. August 2011 – Sieben junge Leute aus dem Hunsrück verbringen den Weltjugendtag in Madrid gemeinsam mit einer Gruppe von Polen und Litauern. Bevor sich die Jugendlichen aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun auf den Weg nach Spanien gemacht hatten, hatten sie die 19 jungen Menschen aus Litauen und 16 aus Polen eine Woche lang im Hunsrück beherbergt.

Auch junge Leute aus dem Hunsrück sind in Madrid dabei. „So konnten auch diejenigen, die wegen der Schule nicht mit zum Weltjugendtag fahren konnten, trotzdem am Weltjugendtag teilnehmen”, sagt Diakon Clemens Fey, der für die Jugendarbeit im Dekanat Simmern-Kastellaun beauftragt ist.

Die Verbindung zu den beiden Ländern besteht schon länger. Die Polen und Litauer waren in Gastfamilien untergebracht. Das habe ohne Probleme funktioniert, da die Jugendlichen inzwischen regelmäßig kämen und die Familien vor Ort schon darauf vorbereitet seien. Die Hunsrücker sind von dem Weltjugendtag begeistert. Jannik Sobik aus Kastellaun ist zum ersten Mal dabei. „Viele Situationen sind sehr bewegend. Vor allem an den Stellen, wo viele Jugendliche zusammen kommen. Das zeigt mir, dass die Kirche doch noch lebt. Die Jugendlichen suchen nach Halt, das zeigt die Menge, die hier nach Madrid gekommen ist”, sagt der 20-Jährige. Natalja Fenov ist sowohl aus persönlichen als auch aus beruflichen Gründen in Spanien. Sie findet es einerseits interessant, als angehende Religionslehrerin einen Weltjugendtag zu sehen. Andererseits wollte sie dieses Event auch einmal persönlich miterleben. „Ich bin überwältigt, wie viele Jugendliche an Religion und Kirche interessiert sind. Das gibt mir Kraft für meinen späteren Beruf”, sagt die 22-Jährige aus Sohren.Karolina Smelstoriute aus Litauen war bereits bei dem Jugendtreffen im Hunsrück dabei. Sie hat eine Freundin in der deutschen Gruppe gefunden und ist deshalb immer mit den Deutschen unterwegs. Sie sei mitgefahren, um neue Leute kennen zu lernen und eine gute Zeit zu haben. In Madrid gefällt es ihr besser als in León, wo die Gruppe die Tage der Begegnung verbracht hat. „Hier sind mehr Leute und eine bessere Atmosphäre", sagt die 16-Jährige. Die 19-Jährige Elena Gras findet es super, dass die Gruppe aus ihrem Dekanat mit den Polen und Litauern unterwegs ist: „Es ist schön, andere Leute kennen zu lernen. Das ist besser als nur mit Deutschen zu fahren. Vor allem die Harmonie in der Gruppe ist toll”, sagt die junge Frau aus Niedersohren. Die Verständigung falle zwar manchmal schwer, aber mit Händen und Füßen funktioniere es. Für Clemens Fey ist der Weltjugendtag einfach genial: „Es steckt viel Arbeit dahinter, aber ein größeres Zeugnis vom Glauben der Jugendlichen als hier kann man meiner Meinung nach nicht finden. Der Kontakt zwischen Deutschen, Polen und Litauern ist ein großes gegenseitiges Geschenk”. Auf den Weltjugendtag vorbereitet hatte sich die Gruppe unter anderem mit einem Jugendfestival in einer Industriehalle auf dem Flughafengelände Frankfurt-Hahn. Im sogenannten „Crossport to heaven” finden regelmäßig Jugendgottesdienste, Musik- und Malworkshops und Glaubensgespräche statt. Ende Oktober soll dort auch eine Veranstaltung zur Nachbereitung des Weltjugendtages in Madrid stattfinden. Das soll gleichzeitig der Auftakt für den nächsten Weltjugendtag sein.

Die 700 Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Euregio-Gruppe sind noch bis zum 21. August in Madrid. Am Freitag werden noch 150 weitere Leute aus dem Bistum Trier nachkommen. Der Höhepunkt ist die Vigilfeier in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Begleitet wird die Trierer Gruppe von Bischof Dr. Stephan Ackermann und Weihbischof Jörg Michael Peters.

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