Menschen mit Behinderung beim Weltjugendtag

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+++ 22. August 2011 – Aus dem Bistum Trier nahm auch eine Gruppe von Menschen mit Behinderung teil.

„Wenn ich den Papst sehe, dann denke ich immer an meine Oma, die vor einem knappen Jahr gestorben ist. Sie war begeistert von ihm”, sagt Martin Schagen. Der 22-Jährige gehört zu der Gruppe von Menschen mit Behinderung, die sich der Euregio-Gruppe mit mehr als 800 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Bistum Trier, Luxemburg, Lüttich, Langres und Troyes angeschlossen hat.

Martin kommt aus Rhens und ihm gefällt der Weltjugendtag sehr gut. Am 19. August, verfolgte er mit einer Gruppe den Kreuzweg mit dem Heiligen Vater vor einer Leinwand in Madrid. „Für mich ist etwas ganz besonderes, den Papst hier zu sehen und zu wissen, dass er ganz in der Nähe ist”, sagt Martin. Seine Mutter begleitet ihn in Madrid: „Es ist schön, dass das Bistum Trier den Menschen mit Behinderung die Möglichkeit gibt, hier mitzufahren. Ansonsten finde ich die gesellschaftlichen Möglichkeiten der Teilhabe nämlich eher spärlich”, sagt Hedi Schaben.Auch Rico Klein aus Wittlich ist begeistert vom Weltjugendtag in Madrid. „Es war schön, dass ich nach dem Gottesdienst heute morgen mit Bischof Ackermann sprechen konnte”, sagt der 23-Jährige, der auch Messdiener ist. Begleitet wird Rico von seinem Nachbar Jannick Schmitt. Der Student findet den Weltjugendtag sehr interessant: „Ich wäre von selbst nie auf die Idee gekommen, hier hin zu fahren. Ich hatte auch keine Ahnung, was mich erwartet”, gesteht der 21-Jährige.  Die Gruppe wird koordiniert von Brigitte Scherer, im Bistum Trier verantwortlich für die Behindertenpastoral. Sie hat im Vorfeld Werbung gemacht, gemeinsame Treffen mit den Menschen mit Behinderung und Betreuungspersonen organisiert und das Organisationsteams des Bistum Trier beratend unterstützt. „Das größte Problem im Vorfeld war die Unterbringung und die Transportmöglichkeit”, sagt Scherer. Im Endeffekt sei die Gruppe dann in der Universität von Madrid untergekommen. Dort seien die Bedingungen in den Unterkünften sehr schwierig gewesen, vor allem Gruppen mit schwerst mehrfach behinderten Weltjugendtagspilgern hätten große Probleme. Auch die Bedingungen bei den Großveranstaltungen hätten Probleme bereitet. Zwar sei die Versorgung an den Plätzen gut gewesen. „Aber man muss mehrere Stunden vorher dort sein und sitzt dann unter Umständen fünf Stunden auf seinem Platz. Das ist für viele Leute in unserer Gruppe einfach nicht möglich”.