Weltjugendtag 2013 wirkt nach

Jugendliche aus Dekanat Bad Kreuznach veranstalten brasilianischen Abend

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Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben einige Souvenirs aus Brasilien mitgebracht

Hargesheim – Sie haben neue Glaubenserfahrungen gewonnen, andere Kulturen und Länder kennen gelernt und viele gastfreundliche Menschen erlebt: Eine Gruppe von 12 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 38 Jahren aus dem Dekanat Bad Kreuznach, die vom 13. bis 31. Juli gemeinsam mit Pastor Carsten Peil (Roxheim) am Weltjugendtag in Rio de Janeiro teilgenommen hat. An ihren Erlebnissen haben sie interessierte Gemeindemitglieder am 23. November während eines brasilianischen Abends im Gemeindehaus Hargesheim teilhaben lassen.

Nach einem von den Teilnehmern mit gestalteten Gottesdienst, nahm die Gruppe ihre Gäste mit auf die Reise in das Land des Weltjugendtages 2013 – nach Brasilien. Bei brasilianischem Gebäck, Cocktails und Guarana (Limonade) illustrierte Tobias Schmitt aus Guldental die Reise an Hand von 80 Fotos. Die Reise startete mit dem Flug von Frankfurt nach Faz do Iguacu, einer Stadt im Dreiländereck Paraguay/Argentinien/Brasilien und dem Besuch der dortigen, größten Wasserfällen der Welt, die sowohl von der brasilianischen als auch von der argentinischen Seite aus bestaunt wurden. Weiter ging es mit einem gemeinsamen Gottesdienst mit den brasilianischen Gastfamilien in Maringa, bei dem die jungen Pilger aus dem Bistum Trier von der tiefen Gläubigkeit ihrer Gastgeber beeindruckt waren. Auch der Abend der Kulturen mit landestypischer Unterhaltung stand auf dem Weltjugendtagsprogramm, ebenso wie der Besuch eines Kinderheims. Dort hätten die Deutschen mit den Jungs des Kinderheims eine Runde gekickt, erzählte Tobias Schmitt weiter. Höhepunkt sei der Besuch von Papst Franziskus an der Copa Capana in Rio de Janeiro gewesen. Mehr als 3,7 Millionen Menschen nahmen daran teil und für die Gruppe sei die Freude groß gewesen, den Papst sowohl beim Auftakt-Gottesdienst als auch zum Ende des Weltjugendtages erleben zu dürfen.

„Das alles war mehr als nur beeindruckend“, sagte Bernd Artmann (27) aus Gutenberg, der zum dritten Mal beim Weltjugendtag dabei war. Artmann sprach vom Kennenlernen des Glaubens von einer ganz anderen, einer lebendigen, fröhlichen Seite: „Wenn man mit so vielen Menschen gemeinsam betet und singt, dann spürt man ganz deutlich: Du bist nicht allein. Hinzu kommt, dass innerhalb der Gruppe neue Freundschaften entstehen, dass man sich trifft, austauscht und das gemeinsam Erlebte auch gerne an andere Menschen weitergibt“.

Pastor Peil sprach ebenfalls von einer neuen Glaubenserfahrung. Es sei beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich junge Menschen in Brasilien ihren Glauben lebten. „Dort ist es völlig normal, dass die jungen Leute den Rosenkranz immer dabei haben und sich auch zum gemeinsamen Gebet treffen. Hier wird traditioneller Glauben in die Moderne hinein transportiert. Und man erlebt immer wieder aufs Neue eine ganz natürliche Freude an diesem Glauben an Gott.“